20 Fitness Mythen

Es ist nicht leicht, seinen inneren Schweinehund zu viel Sport und täglichem Training zu überreden. Vor allem die Vielzahl an Fitness-Lügen, helfen, immer die richtige Ausrede zu finden. Doch dem wird nun Abhilfe geschafft, da viele der Mythen reinen Unsinn erzählen.

Zunächst einmal ist es nicht richtig, dass die Fettverbrennung erst nach 30 Minuten Bewegung einsetzt. Also nicht lange Stöhnen, sondern gleich anfangen, denn die Verbrennung beginnt gleich ab erster Minute Sport. Der Höhepunkt wird dabei allerdings erst nach einer halben Stunde erreicht. Wer sein Fett also loswerden will, sollte etwas länger trainieren und es beim Ausdauersport nicht zu ruhig angehen. Zu langsames Laufen nämlich, kann den unerwünschten Pölsterchen nicht zu Leibe rücken, denn der Gesamtenergieumsatz ist bei weniger Anstrengung natürlich auch niedriger. Bei 70 bis 80 % des Maximalpulses, lässt es sich am effizientesten das Fett verbrennen. Schwitzen heißt dabei nicht gleich unsportlicher Anfänger. Sportler schwitzen sogar noch mehr, da Muskeln und Zellen durch eine bessere Thermoregulation leistungsfähiger sind.

Frauen  brauchen beim Krafttraining keine Angst vor Bodybuilder-Maßen zu haben. Sie bekommen lediglich eine straffere und schlankere Linie, da für den Muskelaufbau das männliche Geschlechtshormon Testtosteron verantwortlich ist, dass von der weiblichen Sportliga nur in geringen Mengen produziert wird.

Stretching bringt nichts? Darüber streitet man sich noch. Am besten versorgt ist man mit lockerem Aufwärmen, nur nach dem Training sollte auf kleine Dehnübungen keinesfalls verzichtet werden. Jeweils 20 Sekunden lang die Dehnung anhalten, damit Muskeln besser durchblutet sind, geschmeidig bleiben und sich besser regenerieren.

Es gilt, einmal in der Woche Sport ist besser als keinmal. Vor allem Anfänger können ihre Fitness so allmählich auf Vordermann bringen. Cholesterinwerte verbessern sich, Blutdruck sinkt, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden steigen- schon bei Ausdauer- und Krafttraining nur eine Stunde pro Woche. Von Saunagängen wird man allerdings nicht schlanker. Alles, was dort ausgedünstet wird, sind Wasser und Mineralien, die gleich danach wieder durch reichliches Trinken aufgefüllt werden sollten. Dafür ist das Gerätetraining besser als sein Ruf. Zwar zeigt die Waage oftmals sogar noch mehr als vor dem Training, doch es ist ja allgemein bekannt, dass Muskeln mehr wiegen als Fett. Außerdem setzen mehr Muskeln auch mehr Kalorien um, und so ist der Fettverbrauch selbst im Schlaf höher als bei Sportverweigerern.

Weiterhin gilt: Beim Krafttraining müssen Muskeln nicht unbedingt schmerzen und Sporttreibende brauchen auch keine spezielle Ernährung. Nicht für Dauerläufer der halben Stunde, sondern für Leistungssportler sind eigentlich die isotonischen Getränke, Vitaminpillen und Powershakes gedacht. Manchmal finden sich sogar verbotene Inhaltsstoffe ind en Nahrungsergänzungsmitteln. Etwas Obst und eine Saftschorle ab und an reichen auch. Selbst Kaffee ist kein Tabu, sondern kann kurz vor dem Training den Kreislauf und somit auch den Energieverbrauch anregen. Und wer mit leichteren Gewichten und dafür mehr Übungen arbeitet, kann seinen Körper schneller straffen als mit zu schweren Gewichten, die sogar verletzen können.

Ob Joggen schlecht für die Gelenke ist, liegt vor allem an der richtigen Lauftechnik. Zwar wirkt beim Joggen das Zwei- bis Dreifache des Gewichts auf die Gelenke, doch durch die Bewegung wird mehr Gelenkflüssigkeit produziert und die Funktionstüchtigkeit erhöht. Stark übergewichtige Menschen sollten ihre Gelenke jedoch mit Walking erst einmal langsam an die Belastung gewöhnen.

Muskelkater ist hierbei zwar “lautstarker” Zeuge der harten Arbeit, kündet aber nur von Überlastung, nicht etwa vom Wachstum der Muskeln.

Radfahren macht impotent? Auch das stimmt nicht. Denn dafür ist einzig und allein der falsche Sattel verantwortlich. Am besten ist ein breiter Sattel, möglichst mit einer kleinen Einkerbung an den Seiten und einer Nase, die nach vorne und nicht nach oben zeigt. Zusätzlich helfen Pausen oder Sprinteinlagen im Stehen, das Blut wieder zirkulieren zu lassen.

Wer seinen Rückenschmerzen durch Training ein Ende setzen wills, sollte jedoch nicht nur diesen, sondern auch den Bauchbereich trainieren, da hier für einen kräftigen Torso gesorgt wird, der nicht so leicht ins Hohlkreuz fällt. Auch Schwangeren ist Sport erlaubt, um das Wohlbefinden zu steigern und den Körper nach der Geburt wieder leichter regenerieren zu lassen. Vor allem Schwimmen und Walking sind ideale Sportarten.

Mit Muskeltraining kann man leider nicht so gezielt Fett abbauen, wie gewünscht. Vor allem bei Frauen schwindet das Fett eher am Oberkörper als an Hüfte und Po. Auch um ein Sixpack aufzubauen, müssen diese zunächst gegen die kleine Fettschicht über den Muskeln durch Ausdauertraining und die richtige Ernährung ankämpfen, um dann durch Sit-ups Ergebnisse zu erzielen.

Zum Schluss bleibt zu sagen, dass nicht Sport allein gleich schlank macht. Nur das richtige Training zusammen mit ausgewogener Ernährung, können zu dauerhaftem und gesundem Abnehmen führen.

Durch die zahlreichen Sport-mythen sollte man sich dabei jedoch nicht abhalten lassen.

 

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