Landluft tut gut

Wer träumt nicht von einem romantischen Leben auf dem Land? Gerade der geplagte Großstadtmensch ist sehr ambitioniert in diesem Traum sich irgendwann ein Haus im Grünen zu kaufen mit Wiese und Tieren – ein paradiesisches Leben in der Natur. Lieder aber ist das meist nicht die Realität, wie Studien des Glücksforschers Ed Diener beweisen. Denn bei dem Traum vom Landleben und dem schönen Morgen auf der Terrasse mit Blick ins Weite vergessen die meisten, dass sie dafür diese 15 Minuten Luxus wahrscheinlich jeden Tag zwei Stunden im Stau stehen werden.

Andererseits ist eben so bewiesen wie gut das Leben auf dem Land oder eher wie schlecht das Leben in der Stadt tut. Das Risiko für Angststörungen ist um 21 Prozent höher, das für Depressionen um fast 40 Prozent in der Stadt. Sogar doppelt so viele Schizophrenie-Fälle gibt es in der Stadt und das alles, weil sich der Stadtstress in der Amygdala und dem perigenualen Anterioren Cingulären Cortex manifestiert, das ist der Platz, wo die Angst sitzt.

Deshalb heißt es Augen offen halten beziehungsweise sich selbst beobachten denn dauerhaft schlechte Laune ist ein klares Zeichen für städtische Überforderung. Auch bei einer Studie in der es um rechnen unter Zeitdruck ging war das Ergebnis je länger die Teilnehmer in der Stadt gelebt hatten, desto ausgeprägter war ihre Stressreaktion.

Bereits heute lebt weltweit mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten. Das werden 2050 zwei Drittel sein, hoffen wir also das die Städter sich trotz aller Hektik besser zu entspanne lernen.

 

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