Obst und Gemüse aus biologischem Anbau

Lebensmittel aus biologischem Anbau scheinen seit Neustem die Attraktion der Menschen zu sein und jedermann zu schmecken. Überall meint man, wo „Bio“ draufsteht, steht auch wirklich Bio drinnen. Jedoch ist das nicht immer so. Die besondere Frische, der extrem hohe Anteil an Vitaminen und Mineralien, frei von Pestiziden – das macht Bio-Lebensmittel aus. Jedoch steckt eben nicht bei jeder Bio-Karotte, Bio-Wurst oder anderen Lebensmittel aus biologischem Anbau nicht Bio drin, weil die Lebensmittel oft lange Transportwege hinter sich haben, die zwar immer noch frisch aussehen, aber dabei fast noch weniger Vitamine haben als Dosenfutter, wie man es im Neudeutschen gerne nennt. Dem setzen die meisten Supermärkte, die sich auf Bio spezialisiert haben, entgegen und kaufen beim Bauern aus der Region ein, damit die Karotte dann auch wirklich den Augen hilft. Beate Brungs, Leiterin eines eben solchen Supermarktes: „Uns ist es wichtig, dass wir die Erzeuger kennen und wissen, woher die Produkte in unserem Laden kommen“, sagt sie.

Ihr Markt bezieht sämtliches Obst und Gemüse vom Biobauernhof Essers in Jüchen. Dort wachsen und gedeihen sie – die Salate, Gurken, Tomaten, Paprika, Kartoffeln und noch so vieles mehr. Und das alles aus anerkannten biologischen Anbau: Der Biohof wurde von der Marke Naturland als ein solcher Biohof zertifiziert. Ein Nachteil des Biohofes ist sicherlich, dass es Obst und Gemüse dann nur saisonal und nicht immer gibt. Dafür hat man die Vitamine dann allerdings auch inklusive.

Mittlerweile bedeutet Bio nicht mehr nur Gemüse und Pflanzen. Beate Brungs und ihr Bio-Markt bieten unlängst auch Molkereiprodukte, Backwaren, Käse, Fleisch oder Tiefkühlprodukte an. Selbst Bier wird in dem Laden – natürlich aus regionaler Bio-Erzeugung – angeboten. Ein positiver weiterer Nebeneffekt ist die Umweltfreundlichkeit. Denn so muss der Laster nicht mehr von Spanien bis nach Deutschland seine Waren ins Land bringen, sondern nur vom drei Kilometer entfernten Biohof.

Dennoch erfordert das viele Bio auch harte Handarbeit, denn alles wird per Handarbeit angefertigt und verarbeitet. Nur so lässt sich die regionale Landwirtschaft und Vielfalt ermöglichen: „Als ich vor 20 Jahren im Bio-Anbau und Bio-Handel anfing, gabe es noch nicht so ein großes Angebot“, weiß Beate Brungs. Wer selbst einmal in den Geschmack des Bio-Essens kommen möchte, kann seine Geschmacksnerven am 26. August im SuperBioMarkt in Mönchengladbach von Beate Brungs austesten, denn dort stellen sich die Lieferanten des Supermarktes vor und erklären die Erzeugung der Produkte – rein biologisch natürlich.

 

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