Mit gesundem Leben gegen Krebs

Krebs liegt einer Ansammlung von verändertem Erbgut zugrunde, die zufallsbedingt auftritt. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese genetischen Veränderungen relevant werden, wird durch den Lebensstil mit beeinflusst.
In der Krebsforschung konnte man innerhalb der letzten Jahrzehnte eine Vielzahl an Faktoren aufdecken, die das Entstehen eines Tumors begünstigen. Zwar ist es nicht möglich, jegliche Risiken zu umgehen, um der Diagnose Krebs zu entgehen, doch können durch einen gesunden Lebensstil etwa die Hälfte aller bösartigen Tumore vermieden werden. Einige der Risikofaktoren treffen hier auf alle bösartigen Zellwucherungen zu, während dies bei anderen nur für bestimmte Krebsarten gilt.
Zwar ist ein vernünftiger Lebensstil keine Garantie dafür, von einer Krebserkrankung verschont zu bleiben, dennoch ließen sich, so Krebsforscher, etwa 50 bis 70 Prozent aller Erkrankungen eingehend durch bestimmte Faktoren des Lebensstils beeinflussen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht dabei davon aus, dass falsche Ernährung und Bewegungsmangel etwa 30 Prozent der Krebserkrankungen in der westlichen Welt mitbestimmen. Körperliche Aktivität und eine gesunde Ernährung können das Risiko für Krebs also erheblich vermindern.
Dennoch gibt es auch heute noch scheinbar viele Tumore, für die bis heute keine gezielte Form der Vorbeugung gefunden werden konnte. Das erwähnt das Deutsche Krebsforschungszentrum und gibt an, beispielsweise über Einflussfaktoren bei Hirntumoren noch einen zu geringen Kenntnisstand zu haben. Die Zufallskomponente dürfe aber keineswegs außer Acht gelassen werden, da vor allem bei Krebs im Kindesalter, der Lebensstil noch keine Rolle spielt.

Eine EPIC-Studie in zehn Ländern Europas kam zu dem Ergebnis, dass erst 200 Gramm Obst und Gemüse am Tag zu einer 3-prozentigen Verminderung des allgemeinen Krebsrisikos führen. Positiver fiel die Untersuchung der protektiven Wirkung von Ballaststoffen gegen Darmkrebs aus, wobei tägliche 35 Gramm das Risiko um 40 Prozent senken. Doch auch Anti-Krebsdiäten, die nur eine geringe Auswahl an Lebensmitteln als Versorgungsgrundlage erlauben, um einen Tumor zu verhindern, wurden nicht als überprüfbar wirksam eingestuft.

 

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