Verschiedene Ernährungsphilosophien

Essen ist nicht gleich Essen und Nahrung nicht für jeden gleich wertvoll: verschiedene Ernährungsphilosophien haben sich in den letzten Jahrzehnten extrem gestärkt. Dabei geht es nicht darum, dass Muslime auf Schwein verzichten oder Vegetarier komplett auf Fleisch, der Geschmack verschiebt sich mit der Ernährungsphilosphie.

Die berühmteste Ernährungsphilosophie ist wohl die der Vegetarier. Dabei allerdings muss der Vegetarier noch in verschiedene untergruppen unterteilt werden. Der Ovo-Vegetarier komplett auf Tiere und Milchprodukte verzichtet, gönnt er sich hin und wieder ein Ei, denn die, so der Ovo-Vegetarier seien wegen fehlender Befruchtung noch kein Lebewesen.
Während der Ovo-Lacto-Vegetarier auf Fleisch, Fisch und Geflügel verzichtet, versagt sich der Lacto-Vegetarier sogar Eier. Pescetarier verzichten nur auf Fleisch und Geflügel, nicht aber auf Fisch und Milch-und Eierprodukte.

Veganer haben den strengsten Speiseplan von allen, denn sie ernähren sich ausschließlich von Pflanzen und Pilzen.

Die meisten Vegetarier/Veganer verzichten aus Überzeugung, da sie Tiere und Umwelt schützen und mit ihrem Verzicht den weltweiten Verbrauch von tierischen Nahrungsmitteln verringern wollen.

Veganer beispielsweise meiden aber nicht nur tierische Lebensmittel, sondern auch Produkte wie Leder- und Wolle-Waren.

Laut Medizinern kann dieser Verzicht aber zu gesundheitlichen Folgen führen, denn Vegetarier und Veganer leiden oftmals an Blutarmut, denn das lebenswichtige Vitamin B12 wird vernachlässigt.

Eine krassere Form stellt der Frutarier dar, denn sie wollen mit ihrer Philosophie nicht nur Tiere, sondern auch Pflanzen schützen. Sie essen ausschließlich Früchte, die man ernten kann, ohne dabei der Pflanze zu schaden. Deshalb gehören Gemüsepflanzen nicht auf ihren Speiseplan. Mediziner warnen jedoch, denn bei dieser Form der Ernährung kommt es sehr oft zu Mangelernährung und Unterversorgung.

Ein Trend, der immer mehr Anhänger findet, ist die Paläo-Diät. Hier wird ausschließlich Nahrung gegessen, die es schon in der Altsteinzeit gegeben haben muss. Dabei gehört Fleisch und Fisch, gern mal roh und zahlreiche Gemüse- und Obstsorten auf den Tisch. Milch und Getreide fällt jedoch komplett weg.

Jeder muss für sich selbst eine eigene Philosophie finden, mit der er gesund isst und trotzdem ein reines Gewissen haben kann. Dabei müssen nicht unbedingt Kalorien gezählt werden, Mediziner raten zu einem BMI zwischen 25 und 26.

Klar ist jedenfalls: in unserer Gesellschaft isst man nicht mehr, um den Hunger zu stillen, sondern um seiner Überzeugung gerecht zu werden.

 

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