Das Fixie Rad

Die Zeiten haben sich geändert. Da wo früher das Auto das wichtigste Statussymbol war, da zählen heute andere Dinge. Die unter Dreißgjährigen legen heutzutage nicht mehr viel Wert dafür, ein Auto zu besitzen, die meisten finden es sogar überflüssig, besonders innerhalb der Stadt. Das Auto ist also schon längst nicht mehr der beste Freund der Deutschen, aber wer ist es dann?

Inzwischen hat das Fahrrad die Rolle des Autos eingnommen
, die Jugend in den Städten liebt sein Fahrrad mehr als alles andere. Diese Entwicklung, die in den letzten Jahren stattgefunden hat, haben natürlich auch die Ansprüche an die Räder verändert. Früher ging es in erster Linie um Funktionalität, die Räder mussten möglichst leicht, möglichst schnell und möglichst technisch ausgefuchst sein. Was zählte, war Perfektion. Solche Ansprüche gibt es in einem Teil der Fahrradliebhaber sicherlich immer noch, der urbane Teil der Fahrradkultur legt jedoch inzwischen Wert auf andere Dinge.

In den Städten geht es bei den Rädern in erster Linie um Style, Radfahren ist Trend, und Räder sind damit auch Trend. Jeden Sommer wird ein neues Fahrrad zum Trendsetter, die letzten Jahre waren es alte Rennräder und Klappräder.

Dieses Jahr sind es die sogenannten Fixies, die die Herzen der Städter erobert haben. Fixies, das sind Räder fr Minimalisten, ohne Gangschaltung, ohne Bremse, ohne Klingel, ohne Licht. Das sieht schick aus, ist aber auch im selben Maße gefährlich. gebremst werden kann mit den Rädern nämlich nicht, und wegen ihres guten Tretlagers und den flachen Straßen zum Beispiel in Berlin erreichen die Fixie-Fahrer eine recht ordentliche Geschwindigkeit. Die Polizei hat in den Städten ihre liebe Mühe mit den Fixies, die Räder sind offiziell nicht verkehrstauglich. Um ihnen das zu sagen, muss man sie aber erstmal kriegen. Die Fixie-begeisterten lassen sich davon nicht abschrecken, immer mehr von den schicken Flitzern sind auf den Straßen zu sehen.

 

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