Klassiker: Babydoll

Kontrovers diskutiert werden Modetrends häufig. Gehen Röhrenhosen auch für Frauen mit Schenkeln? Sollten Hüfthosen einfach wieder in die 90er Jahre verbannt werden? Und was ist eigentlich mit Spaghettiträgern? Dass auch das so genannte „Baby Doll“ nicht nur Fans, sondern auch Feinde hat, muss also keinen wundern.

Obwohl die Vermutung nahe liegt, dass das weite Hängerchen Baby Doll heißt, weil schwangere Frauen ihren Bauch so gut unter dem Rock verstecken können, ist dem nicht so. Das erste mal in Erscheinung trat das kurze Hängerchen 1956 in dem Film „Baby Doll – Begehre nicht des anderen Weib“. Die 19-Jährige Hauptfigur namens Baby Doll sollte in dem unter der Brust abgenähten und nach unten hin weit ausgestellten Oberteil zwar verführerisch, aber nicht zu sexy wirken. Der Lolita-Look schlug voll ein, wurde anfangs jedoch sehr häufig nur für Nachtwäsche benutzt.

In den 90er Jahren wurden im Baby Doll Schnitt dann auch Kleider entworfen. Vor allem weibliche Stars, vor allem des Punkrock, wie Courtney Love und Kat Bjelland, holten das Kleidungsstück aus dem Schlafzimmer auf die Bühne. Sie verliehen dem verspielten, kindlichen Kleidchen ein roheres und gefährlicheres Image. Inzwischen ist das Baby Doll allseits beliebt und in den verschiedensten Ausführungen zu haben. Während die ersten Dolls noch oft Puffärmelchen hatten und mit einer kurzen Hose kombiniert wurden, sind inzwischen auch schmalere Träger beliebt. Zwar gibt es auch nach wie vor kürzere Oberteile, die eine Hose obligatorisch machen, oft sieht man aber auch Baby Dolls, die lang genug sind und als Kleid getragen werden.

Generell eignet sich das Kleidungsstück für jede Körperform. Zierlichen Frauen wirken extra niedlich und verspielt. Kräftigere Körper können unter dem weiten Rock gut Pölsterchen kaschieren. Und obwohl nicht nach ihnen benannt, greifen auch schwangere Frauen gerne zum Baby Doll, da der weite Rock den Babybauch leicht umhüllt.

 

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