Schnorchelmaske

Sommerzeit ist Urlaubszeit und den verbringen viele am liebsten am Strand. Neben dem Sonnenbaden wird das Schnorcheln zunehmend beliebter. Dabei wird die herkömmliche Kombination aus Schnorchel und Taucherbrille immer öfter durch Schnorchelmasken ersetzt. Dieser Artikel soll Ihnen die wichtigsten Fragen zum Thema Schnorchelmaske beantworten und wertvolle Tipps bieten.

Was ist eine Schnorchelmaske und wie funktioniert sie?

Eine Schnorchelmaske ist eine Kombination aus einer Vollgesichts-Taucherbrille und einem am oberen Bereich integrierten Schnorchel. Sie ermöglicht dem Taucher ein freies und natürliches Atmen nahe der Wasseroberfläche. Über den Schnorchel kann die ausgeatmete Luft hinaus und sauerstoffreiche frische Luft wieder hineinströmen.

Aus welchem Material besteht eine Schnorchelmaske?

Das Sichtglas ist meist aus bruchfestem Materialien gefertigt, wie zum Beispiel Plexiglas, Verbundglas oder Temperglas. Die restliche Maske besteht aus einem hypoallergenen Kunststoffgemisch sowie Silikon, dadurch wird eine optimale Abdichtung und der Tragekomfort gewährleistet.

Welche Größen gibt es und was muss beim Tragen beachtet werden?

Je nach Hersteller werden Größen von XS bis maximal XL angeboten. Sie sollten unbedingt vor der Anschaffung die richtige Größe bestimmen, da nur eine korrekte Passform gewährleistet, dass die Maske unter Wasser dicht bleibt. Um Ihre Größe zu bestimmen, messen Sie den Abstand von der Augenbraue bis zum Kinn. Diesen Wert können Sie dann mit den Größenbezeichnungen auf der Verpackung vergleichen, um die für Sie passende Größe zu erhalten.

Eignet sich eine Schnorchelmaske zum Tauchen?

Die Schnorchelmaske ist aus mehreren Gründen zum Tauchen ungeeignet. Es gibt keine Möglichkeit ein Atemgerät zu verwenden, weil Mund und Nasenpartie durch die Vollgesichtsmaske verdeckt werden. Zum Anderen ist sie nicht auf den hohen Druck in der Tiefe ausgelegt, daher würde die Schnorchelmaske schnell mit Wasser volllaufen. Ein weiteres Problem besteht darin, dass Sie keine Möglichkeit für einen Druckausgleich haben, dies macht die Schnorchelmaske für tiefere Tauchgänge unbrauchbar. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie beim Schnorcheln nicht tiefer als 2 bis 3 m tauchen.

Was sind die Vor- und Nachteile einer Schnorchelmaske?

Viele empfinden es als unangenehm über einen Schnorchel mit Mundstück zu atmen. Dieses Problem haben Sie mit einer Schnorchelmaske nicht, da Sie frei über Nase oder Mund atmen können. Die Vollmaske hat außerdem den Vorteil, dass sie eine 180° Sicht bietet. Außerdem können Schnorchelmasken, im Gegensatz zur herkömmlichen Taucherbrille, auf Grund eines speziellen Belüftungssystems, nicht beschlagen, dadurch haben Sie immer eine klare Sicht.
Da Sie, wie bereits erwähnt, bei der Schnorchelmaske kein Mundstück tragen müssen haben Sie hier zusätzlich den Vorteil, dass Sie mit ihrem Schnorchelpartner auch unter Wasser frei kommunizieren können. Das bietet Ihnen mehr Sicherheit, da man sich in Gefahrensituationen besser verständigen kann.
Ein wesentlicher Nachteil hingegen ist, wie bereits erwähnt, dass Sie nicht sehr tief tauchen können mit einer Schnorchelmaske. Des Weiteren ist sie nicht für jeden geeignet. Männer mit Vollbart sollten davon absehen eine Schnorchelmaske zu verwenden. Auf Grund des vollen Bartes kann die Maske nicht dicht auf der Haut aufliegen und es dringt Wasser ein. Auch für Brillenträger ist sie ungeeignet, da das Verletzungsrisiko zu groß wäre. Falls Sie eine Brille tragen, sollten Sie entweder eine Vollmaske mit Sehstärke kaufen, diese wird aber sehr teuer sein, oder Kontaktlinsen verwenden.

Lässt sich eine Schnorchelmaske mit einer Unterwasserkamera oder Actioncam verbinden?

Viele neuere Modelle haben eine spezielle Halterung integriert, um eine Unterwasserkamera zu befestigen. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit die Halterung nachträglich anzubringen.. So können Sie ihre Eindrücke unter Wasser problemlos auf Video festhalten und mit anderen teilen.

Tipps zur Pflege und Aufbewahrung

Nach jedem Gebrauch sollten Sie die Maske mit klarem Wasser ausspülen, um Salz und eventuelle Algenpartikel zu entfernen. Haben Sie die Maske eine Woche regelmäßig benutzt, bauen Sie die Teile vorsichtig auseinander und waschen Sie alles gründlich mit Spülmittel aus. Bevor Sie die Maske wieder zusammenbauen, sollten Sie darauf achten, dass alle Komponenten gründlich getrocknet sind. Risse im Silikon können Sie vermeiden, wenn Sie in regelmäßigen Abständen Silikonfett auftragen.
Legen Sie die Maske nie in die direkte Sonne, dies kann dazu führen, dass der Kunststoff oder das Silikon ausbleichen. Nach Möglichkeit sollten Sie auch den Kontakt mit Sand vermeiden. Die Sandkörner können Kratzer auf dem Sichtglas oder Risse im Silikon verursachen. Am besten bewahren Sie die Schnorchelmaske in einer gut durchlüfteten Tasche oder einem Netzbeutel auf.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten?

Probieren Sie die Maske nach Möglichkeit vor dem Kauf an. Sie sollte zwar fest anliegen, aber keine unangenehmen Druckstellen erzeugen. Idealerweise sollte der Schnorchel an der Spitze mit einer Signalfarbe ausgestattet sein, dies wird verhindern, dass Sie beim Schnorcheln von Booten übersehen werden.
Auch über das verwendete Material sollten Sie sich vor der Anschaffung Gedanken machen. Schnorchelmasken mit Plexiglas sind am preiswertesten, haben jedoch den Nachteil, dass sie schneller Zerkratzen. Wohingegen Verbundglas oder Temperglas deutlich langlebiger sind, dafür kosten sie jedoch auch mehr.
Achten Sie außerdem darauf, dass der Schnorchel nicht länger als 35 cm und nicht dicker als 2,8 cm sein sollte, da es sonst zu einer sogenannten Pendelatmung und damit zu Sauerstoffmangel kommen kann.

 

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